Glossar

Glossar für Straßengüterverkehr und Logistik

33 Begriffe zum Verständnis von Angeboten, Unterlagen und Transportplanung. Die Definitionen zeigen, was Sie für Ihre Ware und Strecke klären sollten.

Definitionen geprüft am 8. Oktober 2026.

ADR

Übereinkommen für die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße. Anforderungen hängen von Einstufung, Menge, Verpackung und möglichen Freistellungen ab. Geben Sie UN-Nummer und Einstufung vor der Angebotsanfrage an.

AETR

Übereinkommen über die Arbeit des Fahrpersonals bei bestimmten internationalen Straßentransporten. Es regelt Lenk- und Ruhezeiten; ob AETR statt EU-Recht gilt, hängt von Strecke und Fahrzeugzulassung ab.

ATP

Übereinkommen für internationale Transporte bestimmter leicht verderblicher Lebensmittel und die eingesetzten Beförderungsmittel. Prüfen Sie Anwendbarkeit, Geräteklasse und Gültigkeit der Bescheinigung. Diese beträgt nicht generell sechs Jahre.

BAF

Bunker Adjustment Factor, ursprünglich ein Begriff aus der Schifffahrt für Kraftstoffkostenanpassungen. Prüfen Sie bei Straßenfracht Index, Formel, Anpassungsintervall und Preiseinschluss. Die Regelung wird vertraglich festgelegt.

CMR

Übereinkommen über bestimmte Verträge zur entgeltlichen internationalen Straßenbeförderung. Der CMR-Frachtbrief dokumentiert Vertrag, Ware und Übergabe. Der Anwendungsbereich enthält Voraussetzungen und Ausnahmen; der Frachtbrief ersetzt weder Zollformalitäten noch eine Warenversicherung.

Cross-docking

Umschlag vom eingehenden Fahrzeug auf das Verteilerfahrzeug mit geringer oder ohne Zwischenlagerung. Abgestimmte Zeitfenster und eindeutige Packstückkennzeichnung sind nötig. Prüfen Sie, ob Umschlag enthalten ist und wer die Handhabung übernimmt.

Demurrage / Standzeit

Demurrage bezeichnet meist Entgelte nach Ablauf vereinbarter Freizeiten bei Schiffen oder Containern. Im Straßentransport werden Kosten für Wartezeiten beim Be- oder Entladen vertraglich geregelt. Zwei kostenlose Stunden sind keine allgemeingültige Regel.

DPF

Dieselpartikelfilter als Bestandteil der Abgasnachbehandlung. Er verringert Partikelemissionen. Ein vorhandener Filter allein belegt weder die Euro-Klasse noch die Zufahrtsberechtigung zu einer beschränkten Zone.

SZR

Sonderziehungsrechte, eine Rechnungseinheit des IWF, die auch für bestimmte CMR-Haftungsgrenzen verwendet wird. Der Euro-Wert schwankt. Die Entschädigung hängt von Übereinkommen, Protokoll, maßgeblichem Gewicht und Umständen ab, nicht von einem festen Euro-Betrag.

FTL

Full Truck Load, Transport mit einem Fahrzeug oder einer Kapazität für eine bestimmte Ladung. Das Fahrzeug muss nicht vollständig ausgelastet sein. Klären Sie Lade- und Entladestellen, Exklusivität und mögliche Umladungen.

Just-in-time

Lieferorganisation nach dem Zeitpunkt des Warenbedarfs zur Verringerung von Beständen. Zeitfenster, Toleranz, Rampentermin und Verzögerungsfolgen werden je Ablauf vereinbart. Der Begriff setzt keine allgemeine Toleranz von 30 Minuten voraus.

LTL

Less Than Truckload, eine Teilladung, die mit anderen Waren kombiniert werden kann. Der Preis hängt von Platzbedarf, Gewicht, Strecke und Handhabung ab. Klären Sie Stopps, Umladungen und Liefertermin vor der Buchung.

Maut

Entfernungsabhängige deutsche Straßenbenutzungsgebühr nach Fahrzeugkategorie. Seit Juli 2024 betrifft sie grundsätzlich Güterkraftfahrzeuge mit mehr als 3,5 t technisch zulässiger Gesamtmasse, vorbehaltlich Ausnahmen. Bei Kombinationen ist auch die Masse des Zugfahrzeugs maßgeblich; prüfen Sie die Einstufung bei Toll Collect.

Mega Trailer

Sattelauflieger mit niedrigem Fahrgestell und größerer nutzbarer Innenhöhe für voluminöse Güter. Prüfen Sie Innenmaße, Ladeöffnung, Nutzlast und Rampenkompatibilität des tatsächlich eingesetzten Fahrzeugs.

PB

Eine Abkürzung mit möglichen unterschiedlichen Bedeutungen in Unterlagen und Angeboten. Dieses Glossar ordnet ihr keine universelle Definition oder Vergütungsregel zu. Fragen Sie den Aussteller nach Langform, Einheit und Bedeutung im jeweiligen Dokument.

POD

Proof of Delivery, Nachweis der Warenübergabe an den Empfänger. Möglich sind unterschriebene Unterlagen oder eine vereinbarte elektronische Bestätigung. Prüfen Sie Datum, Menge, Empfänger und Vorbehalte; eine Unterschrift allein beweist keine vollständige Schadenfreiheit.

TAU

Kontextabhängige Abkürzung, die in einem Angebot einen Tautliner bezeichnen kann. Setzen Sie die Bedeutung nicht voraus: Fragen Sie nach Fahrzeugtyp, Nutzmaßen und Lademöglichkeiten. Eine ausgeschriebene Bezeichnung vermeidet Missverständnisse.

Tautliner

Gebräuchliche Bezeichnung für einen Sattelauflieger mit Schiebeplanen. Er ermöglicht seitlichen und meist rückwärtigen Zugang. Palettenkapazität, Nutzlast und Dachöffnung hängen von der Ausführung ab und sind für die gewünschte Ladung zu bestätigen.

Vignette

Berechtigung zur Nutzung bestimmter Straßen für einen festgelegten Zeitraum. Davon zu unterscheiden ist die kilometerabhängige Lkw-Maut: Österreich nutzt etwa die GO-Maut für Fahrzeuge über 3,5 t. Prüfen Sie das System je Land und Fahrzeug.

Waybill

Englischer Begriff für ein Transportdokument. Im Straßengüterverkehr kann er einen Frachtbrief bezeichnen, gegebenenfalls CMR. Er ist nicht automatisch mit einem rumänischen Warenbegleitschein gleichzusetzen; prüfen Sie die Funktion im konkreten Vorgang.

WMS

Warehouse Management System, Software für Wareneingang, Lagerplätze, Bestände und Kommissionierung. Der Datenaustausch mit dem Frachtführer hängt von der vereinbarten Anbindung ab; ein WMS garantiert keine automatische Lieferverfolgung.